Maraya - arabisch: Spiegel im Plural - ist ein Institut, das sich der Kultur- und Wissenschaftsvermittlung zwischen Europa und der arabischen Welt widmet. Ausgehend von der festen Überzeugung, dass sich Kulturen gegenseitig widerspiegeln und bereichern, betrachtet es Maraya als seine Aufgabe, Annäherungen und Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Gesellschaften durch die Entwicklung eines gemeinsamen Kultur- und Geschichtsbewusstseins zu fördern, ohne ihre jeweilige kulturelle Eigenheit, Pluralität und Vielfalt zu verwischen.

Maraya bemüht sich besonders darum, die jahrhundertealten kulturellen und wissenschaftlichen Beziehungen und Verflechtungen im Mittelmeerraum in den Blick zu nehmen. Mit gleichem Nachdruck widmet sich Maraya auch der vor allem aus sprachlichen Gründen bisher nur unzureichend unternommenen Kultur- und Wissenschaftsvermittlung zwischen der deutschen und der arabischen Welt, um die gegenseitige Wahrnehmung beider Kulturräume zu fördern.

Maraya arbeitet daran, verschiedene Kulturreflexionen zwischen Europa und der arabischen Welt durch wissenschaftliche, literarische, künstlerische und soziale Tätigkeiten zu kristallisieren. Es ist offen für die Kooperation mit Personen und Institutionen, die mit ihm gleiches Interesse teilen.

Dem Prinzip der auf gleicher Augenhöhe und in gegenseitigem Respekt erfolgenden Kultur- und Wissenschaftsvermittlung zwischen Europa und der arabischen Welt verpflichtet, hat Maraya zwei Sitze, in Deutschland und im Libanon. Zu seinen Aufgaben gehören:

•  Die Übersetzung und Publikation von philosophischen, wissenschaftlichen und literarischen Schriften in arabischer Sprache sowie in den wichtigeren europäischen Sprachen

•  Die Veranstaltung von Tagungen und Podien zu wissenschaftlichen, kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Themen

•  Die Organisation von kulturellen und künstlerischen Aktivitäten

•  Die Förderung des interreligiösen Dialogs auf der Basis eines von Gleichberechtigung geprägten modernen Diskurses

•  Der Austausch von Erfahrungen und Qualifikationen zwischen kulturellen, wissenschaftlichen und künstlerischen Einrichtungen.